Zehntausende spielten und feierten auf der Strasse

Über 25’000 Besucherinnen und Besucher, darunter viele Familien, verzeichnete der heutige autofreie Sonntag in der Stadt Bern. Sie bewegten sich zu Fuss, mit Skateboards, Velos, Inlineskates und allerlei weiteren, abgasfreien Vehikeln vorwärts. Der autofreie Perimeter umfasste den Thunplatz, den Helvetiaplatz, den Eigerplatz, den Hirschengraben und den Bundesplatz. Zwischen den Plätzen wurden mehrere Verbindungsstrassen zu autofreien Korridoren.
Es begann mit einer Motion von EVP, GFL und GB
Der Anlass stand unter dem Motto „Die Strasse ist zum Feiern da“ und lud dazu ein, die üblicherweise verkehrsreichen Strassen und Plätze temporär für andere Aktivitäten zu nutzen. So verwandelte sich beispielsweise der Eigerplatz in einen riesigen Spielplatz mit Hüpfburg, Märchenzelt und Basteltischen, derweil auf dem Thunplatz Sportinteressierte verschiedene Angebote ausprobieren konnten. Der heutige autofreie Sonntag geht auf eine interfraktionelle Motion, die EVP-Stadträtin Barbara Streit-Stettler zusammen mit zwei weiteren Stadträten 2004 eingereichtr. Damals wurde auf eidgenössischer Ebene über vier autofreie Sonntage abgestimmt. Während die Initiative gesamtschweizerisch verworfen wurde, nahm sie die Stadt Bern an. Dies bewog die Motionärinnen, nun auf städtischer Ebene vier autofreie Sonntage zu verlangen. Obwohl der Stadtrat die Motion überwies, dauerte es Jahre bis sie umgesetzt wurde. Immer wieder erklärte der Gemeinderat, dass die Umsetzung zu teuer und zu aufwändig sei. Mit dieser Begründung versuchte er die Motion mehrere Male abzuschreiben. Schliesslich genehmigte der Stadtrat in der letzten Budgetdebatte einen speziellen Kredit, um einen autofreien Sonntag durchführen zu können. Nun nahm der Gemeinderat den Auftrag des Stadtrats endlich ernst und verwirklichte den ersten autofreien Sonntag, der nun „zur kleinen Tradition“ werden soll, wie Gemeinderat Reto Nause erklärte.
Quelle: Mediendienst der Stadt Bern / EVP Stadt Bern




