06.03.2011 | Abstimmungen

Knappe Resultate am 13. Februar und 6. März 2011

Die jüngsten Volksabstimmungen im Kantonen Bern zeigt einmal mehr, dass es immer wieder mal auf wenige Stimmen ankommt: Beim zweiten Wahlgang der Ständerats-Ersatzwahl vom 6. März gingen 50,6% der Stimmen an SVP-Mann Adrian Amstutz und 49,4% an seine Gegenkandidatin Ursula Wyss (SP). Viel knapper geht es nicht. Am 13. Februar sagten 48,8% nein zu einem neuen AKW in Mühleberg, 51,2% Ja. Bei den zwei Vorlagen zur Motorfahrzeugsteuer erhielt zwar die ökologische Ecotax-Vorlage des Grossen Rats mehr Stimmen, doch in Kraft tritt der knapp gutgeheissene, wenig ökologische und ein Loch in die Kantonsfinanzen schlagende Volksvorschlag, weil dieser bei der Stichfrage von 134 Personen mehr angekreuzt wurde als die Grossratsvorlage.

Zum 6. März gab die EVP keine Wahlempfehlung heraus. Der Abstimmungssonntag vom 13. Februar ging aber sicher nicht im Sinne der EVP aus. Nicht die von der EVP geforderten Werte, sondern das eigene Portemonnaie obsiegten. Allerdings knapp.

Die knappen Abstimmungsresultate zeigen aber, dass auch kleinere Parteien immer wieder das Zünglein an der Waage spielen können und geben Hoffnung, dass eine knappe Mehrheit bei genügender Mobilisierung ein andermal im Sinne der EVP ausfallen kann. Dazu brauchten wir aber wiederum oder neu Ihre Unterstützung. Danke im Voraus!