EVP fragt nach: Versandet der Kampf gegen den Menschenhandel?

Medi­en­be­rich­ten zufolge scheint die Umset­zung der bei­den Natio­na­len Akti­ons­pläne gegen Men­schen­han­del zu ver­san­den. EVP-Nationalrätin Mari­anne Streiff wollte des­halb vom Bun­des­rat wis­sen, wel­che Wich­tig­keit er den darin gefor­der­ten Mass­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Bekämp­fung des Men­schen­han­dels und zum Schutz poten­zi­el­ler Opfer in der Schweiz noch bei­misst.

In der Ant­wort von Bun­des­rä­tin Keller-Suter hiess es, die Umset­zung des 2. Natio­na­len Akti­ons­plans werde zur­zeit von fed­pol eva­lu­iert, dabei wür­den auch Exper­tin­nen und Exper­ten wie die Fach­stelle Frau­en­han­del und Frau­en­mi­gra­tion (FIZ) beige­zo­gen. Es zeichne sich ab, dass «die Mehr­heit der ins­ge­samt 28 Mass­nah­men des NAP umge­setzt wer­den konnte», so die Bun­des­rä­tin. Die beige­zo­ge­nen Fach­leute wie die FIZ, sehen das jedoch anders: Rund die Hälfte der Mass­nah­men, so ihre Stel­lung­nahme in den Medien, werde ihrer Ein­schät­zung nach nicht umge­setzt. Das Jus­tiz­de­par­te­ment lasse Pro­jekte, die über Jahre gemein­sam erar­bei­tet wor­den seien, ein­fach ver­san­den oder schwächt die Mass­nah­men soweit ab, dass sie den Opfern kaum noch etwas brin­gen wür­den. Wir sind gespannt auf den Eva­lua­ti­ons­be­richt.