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Newsartikel

EVP-Richterin Christine Schaer - Amtszeit im Rückblick

Nach 23 Jah­ren geht EVP-Richterin Chris­tine Schaer in den Ruhe­stand. An der Haupt­ver­samm­lung der EVP Stadt Bern vom 11. März 2020 berich­tet sie von ihrer Arbeit und beant­wor­tet den gespann­ten Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer Fra­gen.

Als Toch­ter der ehe­ma­li­gen Ber­ner EVP Stadt­rä­tin Maria Schaer kam Chris­tine Schaer bereits früh mit der Poli­tik in Kon­takt. Sie schloss ihr Jura-Studium im Jahr 1983 ab und wurde im Jahr 1987 für die EVP als Unter­su­chungs­rich­te­rin ein­ge­setzt. 1997 wurde sie Gerichts­prä­si­den­tin und über­nahm 2011 die Lei­tung des Regio­nal­ge­richts Bern-Mittelland. In ver­schie­de­nen Posi­tio­nen behan­delte sie Fall um Fall, von Baga­tell­de­lik­ten bis­hin zu Mord.

Beson­ders bei Fäl­len mit klei­nen Scha­dens­sum­men geht es Klä­ge­rin­nen und Klä­ger in der Regel weni­ger um die Sub­stanz als um das Prin­zip und um das Gerech­tig­keits­emp­fin­den. Chris­tine Schär  war es in den Pro­zes­sen stets wich­tig, her­aus­zu­spü­ren, um was es den Par­teien wirk­lich geht. Manch­mal wäre ein Gespräch mit­ein­an­der sinn­vol­ler als der Gang vor das Gericht.

Andere Fälle belas­ten einen oder regen zum Nach­den­ken an. In einem Fall ertrank ein Mann bei einem Kanu­boot Aus­flug. Der Mann konnte nicht schwim­men, und schämte sich wohl, seine Mit­fah­ren­den dar­auf anzu­spre­chen. Seit die­sem Fall fragt Chris­tine Schaer bei Aus­flü­gen nun jeweils nach, ob alle das Geplante wirk­lich wol­len und ob sie noch fit genug sind. Sol­che Erfah­run­gen prä­gen einen. Die anspruchs­volls­ten Fälle sind aber in der Regel die inter­es­san­tes­ten betont sie.

Wäh­rend ihrer Berufs­lauf­bahn ent­wi­ckelte sich die DNA-Analyse zu einem zen­tra­len Beweis­mit­tel im Straf­ver­fah­ren. Diese Methode trägt oft zur Auf­klä­rung der Fälle bei, wes­halb sie kaum mehr aus den Ermitt­lun­gen weg­zu­den­ken ist. Kor­rekte Ergeb­nisse bedin­gen einen feh­ler­lo­sen Ana­ly­se­pro­zess, wel­cher nicht die Mög­lich­keit zur Ver­fäl­schung bie­ten darf. Chris­tine Schär wünscht den Straf­ver­fol­gungs­ber­hör­dern, dass sie auch in Zukunft auf die DNA-Analyse zäh­len kön­nen.

Die EVP Stadt Bern bedankt sich herz­lich bei Chri­sine Schaer für ihre Arbeit im Gericht und im Vor­stand der EVP Stadt Bern. Wir freuen uns, wei­ter­hin auf Ihre Vor­stands­tä­tig­keit zäh­len zu dür­fen und wün­schen alles Gute im neuen Lebens­ab­schnitt!

Im letz­ten Jahr wurde noch ein wei­te­rer EVP-Gerichtspräsident im Kan­ton Bern pen­sio­niert. Die EVP Bern sucht nun gegen­wär­tig nach Juris­tin­nen und Juris­ten für eine Lauf­bahn in der Jus­tiz, und wel­che, die sie bei recht­li­che Fra­gen kon­sul­tie­ren kann. Bitte wen­den Sie sich bei Inter­esse  an unsere EVP-Grossrätin Bar­bara Streit.